Die Breyeller Seen – unser „Hinterhof-Naturgebiet“

Am nächsten dran sind die Breyeller Seen – Oberer und Unterer Breyeller See. Die kleine Premium-Spazierwanderung „Breyeller Seerunde“ beginnt direkt am Parkplatz beim Schänzchen. Offiziell sind das rund 3,9 Kilometer, kaum 20 Höhenmeter, praktisch ohne Steigungen.

Der Weg führt erst durch ein Waldstück hinter dem Haus, dann öffnet sich der Blick auf die Wasserfläche des Oberen Breyeller Sees. Zwischen Bäumen und Schilf schimmert das Wasser, je nach Jahreszeit mit Enten, Gänsen oder Möwen darauf. Später geht man unter der Autobahnbrücke hindurch – ab hier heißt der See „Unterer Breyeller See“ – und hat auf dem Damm immer wieder freie Sicht über die Landschaft.

Für Gäste ist das die bequemste Art, Natur zu erleben: kein Auto, keine Anfahrt, einfach vor der Tür des Hotels Zum Schänzchen in Nettetal losgehen. Morgens vor dem Frühstück, abends nach dem Essen, mit oder ohne Hund – diese Seen sind so etwas wie unser „Wohnzimmer draußen“.

Der De Wittsee – Bahntrasse, Vogelwelt und viel Weite

Ein paar Autominuten weiter liegt der De Wittsee, ebenfalls Teil des Naturparks. Dort treffen mehrere Dinge aufeinander: eine alte Bahntrasse, die heute als breiter Rad- und Fußweg genutzt wird, natürliche Uferbereiche und eine erstaunlich lebhafte Vogelwelt.

Wer vom ehemaligen Bahndamm aus über das Wasser schaut, sieht meist Blässhühner und Haubentaucher, oft auch Kormorane. Mit etwas Geduld und Glück hört man im Röhricht Rohrsänger und andere typische „Niederrhein-Stimmen“.

Rund um den See verläuft ein Rundweg von knapp vier Kilometern, der offiziell als Spaziergang beschrieben ist. Unterwegs wechselt die Stimmung: ein Abschnitt mit Blick auf den offenen See, dann ein Stück durch den Wald, danach Kopfweiden, Naturschutzhof, wieder Wasser.

Was wir am De Wittsee mögen: Man hat das Gefühl, weit draußen zu sein, ohne dass die Anfahrt kompliziert wäre. Und wer nach der Runde nicht gleich zurück will, findet mit Ausflugslokalen wie dem Café/Restaurant am See oder dem PURiNO auf der anderen Seeseite genug Möglichkeiten, noch einen Kaffee oder etwas zu essen zu bekommen.

Beispielwanderung nach Windmühlenbruch

Krickenbecker Seen & Hinsbecker Höhen – das große Landschaftskino

Wenn wir von „richtig rausgehen“ sprechen, meinen wir oft die Krickenbecker Seen. Vier Seen – Hinsbecker Bruch, Glabbacher Bruch, Poelvenn und Schrolik – liegen dort wie eine Kette im ehemaligen Moor. Sie sind durch Torfabbau und die Zuleitung der Nette entstanden, heute Naturschutzgebiet und Teil des Naturerlebnisgebietes.

Ein besonders schöner Blick bietet sich vom Damm zwischen Glabbacher und Hinsbecker Bruch: links und rechts Wasser, dazwischen Schilf und alte Bäume, im Hintergrund Eichen- und Buchenwald. Vom Feuerwachturm auf den Hinsbecker Höhen aus sieht man die Seenlandschaft von oben – im Sommer zum Teil mit Seerosen bedeckt.

Rund um die Seen hat die Biologische Station mehrere Rundwege ausgeschildert, die durch Wald, an Wiesen entlang und immer wieder ans Ufer führen. Die Wege sind unterschiedlich lang, alle aber gut beschildert und so angelegt, dass man zwischendurch immer wieder Bänke, Aussichtspunkte oder Infotafeln findet.

Wer einen halben oder ganzen Tag Zeit hat, kombiniert eine Seerunde mit einem Abstecher zum Infozentrum oder einem Stopp an der Leuthermühle – einer alten Mühle, die heute als Gaststätte genutzt wird.

Steg am See in Nettetal

Premiumwanderweg „Nette Seen“ – einmal groß durchs Wasserland

Wer den Naturpark nicht nur in Ausschnitten sehen möchte, nimmt sich den Premiumwanderweg „NetteSeen“ vor. Er ist einer von neun ausgezeichneten Premiumwegen der Wasser.Wander.Welt und führt über rund 13 Kilometer durch eine Landschaft, die stark vom Wasser geprägt ist – mit Wechseln zwischen Seen, Wiesen, Wald und kleinen Heideflächen.

Die Strecke folgt zum Teil denselben Bereichen, die man von De Wittsee oder Krickenbecker Seen schon kennt, verknüpft sie aber zu einer großen Runde. Für einen Urlaubstag oder ein verlängertes Wochenende ist das eine Art „Naturpark in komprimierter Form“: Man läuft lange auf naturnahen Wegen, hat immer wieder ruhige Abschnitte und dazwischen Blicke aufs Wasser oder Aussichtspunkte.

Warum diese Natur hier so wichtig ist

Viele Gäste merken nach ein, zwei Tagen, wie gut diese Mischung aus Wasser, Wald und ruhigen Wegen tut. Es ist keine spektakuläre Hochgebirgslandschaft, sondern eine stille, flache Gegend, die man sich Schritt für Schritt erarbeitet. Genau deshalb ist sie als Naturpark ausgewiesen: Die Kombination aus alten Moorflächen, Seen, Flussläufen, Bruchwäldern und Wiesen bietet vielen seltenen Arten Lebensraum – und den Menschen Platz zum Durchatmen.

Wenn man abends nach einer Runde an den Breyeller Seen oder einem Tag an den Krickenbecker Seen wieder im Schänzchen sitzt, hat man oft das Gefühl, weiter weg gewesen zu sein, als die Karte es vermuten lässt. Das ist wahrscheinlich die größte Stärke dieser Umgebung – man kommt schnell raus und genauso schnell wieder zurück.

Fragen? Wir schicken Sie gern „an den richtigen See“

Dieser Ratgeber kann nur einen Eindruck geben. Welche Ecke für Sie am besten passt, klären wir am liebsten im Gespräch:
Haben Sie nur eine Stunde Zeit oder einen ganzen Tag? Sind Kinder oder Hund dabei? Möchten Sie eher ruhige Wege oder ist Ihnen eine Einkehrmöglichkeit unterwegs wichtig?

Sagen Sie uns einfach kurz, was Sie suchen – dann schicken wir Sie zum passenden See.