Nette-Seen & Windmühlenbruch – die typische „Nettetal-Runde“

Eine unserer Lieblingsstrecken startet in Lobberich. Wer mag, fährt von hier mit dem Rad hin, alle anderen stellen das Auto dort ab und drehen dann ihre Runde. Am Doerkesplatz oder an der Nelsenmühle beginnen mehrere Touren, die Richtung Windmühlenbruch, Ferkensbruch und weiter in die Netteniederung führen.

Die Runde fühlt sich an wie ein Spaziergang in Groß: erst ein Stück durch den Landschaftspark am See, dann am Wasser entlang, vorbei an Mühle, Wiesen und kleinen Brücken. An Knotenpunkten wie Sassenfeld oder im Bereich der Netteniederung kann man sich entscheiden: nochmal eine Schleife drehen, Richtung De Wittsee abbiegen oder langsam den Bogen zurück nach Lobberich nehmen.

Das ist eine Tour, bei der man viel typisch Niederrhein mitnimmt: jede Menge Wasser, ein paar historische Mühlen, weite Felder und immer wieder Bänke und kleine Aussichtspunkte. Für einen halben Tag genau richtig.

Nette-Seen „komplett“ – quer durch die Seenstadt

Wer die Stadt Nettetal als Ganzes auf dem Rad erleben möchte, orientiert sich am Radrundweg Nettetal. Offiziell sind das rund 28 Kilometer, die einmal quer durchs Stadtgebiet führen und sieben Freizeit- und Infopunkte verbinden – also im Prinzip das „Best of“ der Seenstadt in einer Runde.

Man kommt dabei an mehreren Seen, Grünzügen und Ortsteilen vorbei, fährt mal durch den Ort, mal über Wirtschaftswege, mal direkt am Wasser entlang. Der Charakter ist sehr abwechslungsreich, aber nie anstrengend: überwiegend flaches Gelände, kaum Höhenmeter, dafür ständig wechselnde Eindrücke.

Für Hotelgäste ist das eine super „Nettetal in einem Tag“-Tour: Vormittags los, unterwegs immer wieder anhalten, Fotos machen, vielleicht ein Selfie an einem der Rahmen, nachmittags zurück – und abends sitzt man wieder im Restaurant.

De Wittsee – Bahntrasse, Wasserblick und viel Weite

Der De Wittsee ist vom Schänzchen aus auch mit dem Rad sehr gut erreichbar. Am schönsten finden wir die Kombination aus ein Stück durchs Stadtgebiet und dann über die alte Bahntrasse, die heute als breiter Radweg ausgebaut ist.

Auf dieser Trasse rollt man fast von selbst: rechts und links Grün, zwischendurch Blick auf die Nette, irgendwann taucht der See auf. Vor Ort lässt sich eine kleine Runde um den See drehen, oder man sucht sich einfach eine Bank am Ufer und schaut dem Treiben auf dem Wasser zu.

Diese Tour ist ideal, wenn Sie „ordentlich Strecke“ fahren wollen, ohne gleich einen Ganztagesritt zu planen: Sie kombinieren An- und Abfahrt mit einer kleinen Seerunde und fühlen sich am Ende, als wären Sie deutlich weiter weg gewesen, als der Blick auf die Karte vermuten lässt.

Krickenbecker Seen & Hinsbecker Höhen – der längere Naturtag

Wenn das Rad etwas mehr tun darf und Sie Lust auf einen richtigen Naturtag haben, bieten sich die Krickenbecker Seen an. Die Seen liegen in einem großen Naturschutzgebiet und sind von Wäldern, Moorresten und den Hinsbecker Höhen eingerahmt. Von einem Feuerwachtturm aus hat man einen tollen Blick über die Wasserflächen, die im Sommer zum Teil mit Seerosen bedeckt sind, mittendrin Schloss Krickenbeck.

Mit dem Rad kommen Sie über verschiedene Routen dorthin: entweder über Lobberich und Windmühlenbruch oder über Breyell und Leuth. Vor Ort können Sie die Seen auf unterschiedlichen Wegen umrunden, Abstecher zu Aussichtspunkten einbauen oder zwischen den Seen hin- und herpendeln.

Das ist eine Tour für Gäste, die einen ganzen Tag in der Gegend verbringen möchten. Man fährt viel durch ruhige Wald- und Wirtschaftswege, hat immer wieder Blick auf Wasser und Moorflächen und kann an der Biologischen Station oder am Infozentrum einen Zwischenstopp einlegen.

Richtung Niers – vom Nettetal in den Westkreis

Wer schon einiges in Nettetal abgefahren hat oder einfach Lust auf eine etwas weitere Tour hat, nimmt sich eine Route vor, die von der Nette rüber zur Niers führt. Vom Doerkesplatz in Lobberich aus gibt es zum Beispiel eine beschriebene Strecke, die zunächst durch die Netteniederung, dann Richtung Windmühlenbruch und weiter in Richtung Niers verläuft.

Unterwegs ändert sich das Landschaftsbild leicht: weniger Seen, dafür mehr Flusslandschaft, Weiden, kleine Ortschaften. Man bekommt einen Eindruck davon, wie sich der Naturpark Schwalm-Nette Richtung Westkreis Viersen öffnet – und merkt, wie dicht hier alles beieinanderliegt.

Wie wir Runden wirklich empfehlen

So viel zu den Routen auf dem Papier. In der Praxis läuft es an der Rezeption meistens anders:

Jemand sagt: „Wir haben morgen Zeit, möchten so zwei, drei Stunden Rad fahren, lieber viel Wasser als Stadt, wir sind normal fit.“ Dann überlegen wir kurz und schlagen vielleicht eine verkürzte Nette-Seen-Runde oder De-Wittsee-Tour vor – mit ein, zwei Stichworten, wie man am besten fährt.

Oder jemand kommt mit E-Bike, mag lange Strecken und Natur, dann fällt früher oder später das Wort „Krickenbecker Seen“. Familien mit Kindern bekommen eher kürzere Runden, bei denen man unterwegs Eis bekommt oder einen Spielplatz streifen kann.

Sprechen Sie uns an – der Rest passiert auf dem Sattel

Die Region ist so gut ausgeschildert, dass man mit den offiziellen Radrouten, dem Radknotenpunkt-System und einer einfachen Karte schon viel anfangen kann.

Wenn Sie uns sagen, wie lange Sie unterwegs sein möchten, ob Kinder dabei sind, ob es eher gemütlich oder sportlich werden soll und ob Sie lieber viel Wasser oder auch ein paar Dörfer und Höfe sehen wollen, basteln wir Ihnen aus den vorhandenen Wegen Ihre persönliche Runde.

Den Plan gibt’s dann nicht als GPS-Track, sondern als kleine Erklärung mit ein paar Markierungen auf der Karte – so wie man es hier eben macht.